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Robert Geiss
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Dagmar Spiller-Schulz
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Kunstradfahren

 

Die Mörfelder Kunstradfahrer betreiben 1er und 2er 4er und 6er Kunstradfahren sowie 4er und 6er Einradfahren von der Schüler bis zur Aktivenklasse. Neben zahlreichen Pokal- und Qualifikationswettkämpfen werden Kreis-, Bezirks-, Landes- und Nationalmeisterschaften ausgetragen. International werden alljährlich Weltmeisterschaften und Junioren-Europameisterschaften ausgerichtet. Unser momentanes Aushängeschild ist Corinna Biethan (geb. Hein), die Mitglied im A-Nationalkader ist.

Das günstigste Einstiegsalter für das Kunstradfahren liegt etwa bei 6–7 Jahren. Zwischen 6 und 12 Jahren steht das Grundlagentraining im Mittelpunkt der Ausbildung. Schwerpunkte: Koordinationstraining, zunächst allgemein, später spezielles Koordinationstraining. In diesem Altersabschnitt liegt die sensible Phase für die koordinative Schulung, daher wird hier in erster Linie die koordinative Fähigkeit geschult. Darüber hinaus erfolgt auch ein altersgemäßes Technik- und Konditionstraining.


Das „Spielfeld“ der Kunstradfahrer heißt eigentlich „Fahrfläche“ und ist bei internationalen Wettbewerben 14 Meter lang und 11 Meter breit. Es wird auf Spezialrädern ohne Bremsen, mit starrer Hinterradnabe und einem Übersetzungsverhältnis von 1:1 gefahren. Die Fahrzeit beträgt für alle Disziplinen und Altersklassen 5 Minuten. In dieser Zeit muss der Athlet im 1er Kunstfahren 30 Übungen bei den Aktiven und in der Jugendklasse, bei den Schülern 25 Übungen ausführen. Als kleine Einteilungshilfe für den Fahrer ertönt alle 60 Sekunden ein Signal. Das Programm ist eine Kür. Es wird also vom Aktiven selbst zusammengestellt. Er wählt dabei aus einem international genormten Repertoire von ca. 120 Übungen. Und er hat auch freie Wahl für seine Begleitmusik.


Jede Übung hat eine bestimmte Wertungsziffer, d.h. Schwierigkeitsstufe. Die Summe der ausgesuchten Einzelteile ergibt die „Schwierigkeitspunkte“ der Kür. Sie werden beim Wertungsgericht „eingereicht!“.
Bewertet werden Schwierigkeit (Inhalt) und Ausführung einer Kür – also wie beim Eiskunstlaufen.

Punktabzüge bei der Schwierigkeit gibt es u.a.:
Wenn bei einer Figur nicht die vollständige Wegstrecke in Form einer einfachen Runde (eines kompletten Kreises) oder einer „Acht“ (einer so genannten Wechselrunde) zurückgelegt worden ist, wenn eine Figur (z.B. ein Handstand) abgebrochen oder gar ganz ausgelassen wird oder wenn die vorgeschriebene Zeit überschritten wird.

Punktabzüge bei der Ausführung erfolgen u. a. bei „nichtflüssiger“ Fahrweise, schlechter Haltung, Überfahren der Flächenbegrenzung, Berühren des Bodens mit den Füßen oder gar Stürzen. Die erreichte Gesamtpunktzahl ergibt sich schließlich, wenn die Summe der Fehler aus Schwierigkeit und Ausführung von der aufgestellten Gesamtpunktzahl abgezogen worden ist. Für das Zweier-Kunstfahren gelten die gleichen Regeln. Jedoch werden hier nur 25 Übungen bei den Aktiven und in der Jugendklasse bzw. 20 Übungen bei den Schülern gefahren: ein Teil davon getrennt auf zwei Rädern, die restlichen gemeinsam auf einem Rad.

Regelwidrig ist z.B. „das Festhalten an Gegenständen oder Personen, die nicht zum Fahrer gehören“.

Beim 4er und 6er Kunstradfahren dürfen jeweils 25 Übungen in 5 Minuten gefahren werden. Beim Einradfahren sind es nur 23 in dieser Zeit.